Sport für Hormone

Bewegung und Hormone – Präventivmedizin für den Mann ab 40

Im Alter nicht mehr so fit zu sein, davor haben in Deutschland mehr als die Hälfte der Männer jenseits der 50 Angst. Bereits ab 40 Jahren wird der Alterungsprozess offensichtlich. Als Faustregel gilt ein Verlust der funktionellen Kapazität von 10-15% pro Lebensjahr.

Körperliches Training, Ernährung, Rauchen, Alkohol und Drogenkonsum beeinflussen den Testosteronspiegel. Bluthochdruck, Übergewicht (Bierbauch), Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels (Diabetes) und Störungen des Fettstoffwechsels (zu hoher Cholesterin- und Triglyceridspiegel) kann man als das tödliche Quartett bezeichnen. Sehr eng ist damit auch ein Absinken des Testosteronspiegels verbunden.Eine Lebensführung die sich aus positiver Lebenseinstellung gesunder und ausgewogener Ernährung und körperlicher Aktivität zusammensetzt, wirkt sich dem gegenüber günstig auf die hormonelle Situation aus, insbesondere der Sport spielt in diesem Zusammenhang eine tragende Rolle.

Alter ist keine Gegenanzeige für sportliche Aktivität, dennoch treiben weniger als 5% der über 50-jährigen regelmäßig Sport. Körperliches Training steigert den Fettstoffwechsel und reduziert damit den Fettanteil, ermöglicht eine Gewichtsreduktion, stärkt die Muskeln, Sehnen und das Bindegewebe und vermindert das Osteoporoserisiko. Zudem hellt Sport durch die Ausschüttung von Endorphinen die Stimmung auf und steigert das Selbstbewusstsein. Der Umgang mit Depressionen wird leichter, Angstzustände können besser überwunden werden, die Libido steigt. Mehr Wohlbefinden, verbesserter Schlaf und erhöhte körperliche Mobilität sind die Folge. Auch die Immunabwehr wird durch körperliches Training gesteigert. Dennoch sind erschreckend wenig Menschen regelmäßig körperlich aktiv. Empfehlenswert ist ein Trainingsumfang von 3-5 mal pro Woche für ca. 30 Minuten. Die Aktivität sollte idealerweise 2/3 mäßiges Ausdauertraining wie Walken, Schwimmen, Joggen oder Radfahren und 1/3 allgemeines Krafttraining zum Muskelaufbau umfassen. Die Hilfestellung durch einen geschulten Trainer und ein Herzfrequenzmesser zur objektiven Belastungskontrolle ist sinnvoll. Weitere Informationen finden Sie auf www.ctm-online.com.

Bei Impotenz und Inkontinenz kann mittels einfacher gymnastischer Übungen die penile Durchblutung der Beckenregion gezielt trainiert und damit die Durchblutung verstärkt werden.
Ein Drittel des Penis steckt in der Beckenboden-Muskulatur. Bei vielen Männern sind diese Potenzmuskeln schlaff. Wer sie stärkt, verbessert die Durchblutung im Penis, der gleichzeitig mit Sauerstoff versorgt wird. Folge: Die Erektion verbessert sich deutlich, eine Inkontinenz nach Prostata-Operation wird eingedämmt.

Alle weiteren offenen Fragen, die Ihre eigene Behandlung betreffen, können nur nach vorheriger Untersuchung bzw. anlässlich eines persönlichen Gesprächs geklärt werden.

Nachfolgend sind zwei Übungen von ORGAWELL abgebildet, mit denen Männer ihre Potenzmuskeln stärken können. Die Orgawell-Methode umfasst total sechs Übungen, die auf Video und CD-rom erhältlich sind. Weitere Informationen finden Sie auf www.orgawell.ch.

katzenbuckel

Der Katzenbuckel
Diese Übung mobilisiert Rückenmuskeln und Wirbelsäule. Dies fördert die Durchblutung von Becken und Penis, was sich positiv auf die Erektion auswirkt. Zuerst bilden Hals und Rücken im Vierfüsslerstand eine Gerade. Jetzt drücken Sie die Wirbelsäule Richtung Decke. Diese Position einige Sekunden halten. Spannen Sie dabei die Beckenboden-Muskeln an, indem Sie versuchen, den After-Schliessmuskel in den Körper hineinzuziehen. Kehren Sie langsam wieder in die Ausgangsstellung zurück. Mindestens sechs mal wiederholen.

beckenheber

Der Beckenheber
Legen Sie sich mit dem Rücken auf den Boden. Ziehen Sie die Beine an und setzen Sie die Fersen am Boden auf. Jetzt spannen Sie wieder die Beckenboden-Muskeln an, indem Sie den After-Schliessmuskel in den Körper hineinziehen. Heben Sie langsam das Becken Richtung Decke, bis Oberkörper und Oberschenkel eine Gerade bilden. Kurz verharren und dann in die Ausgangsstellung zurückkehren. Mindestens sechsmal wiederholen.