FAQ

Die Urologie beschäftigt sich mit den harnbildenden und harnableitenden Organen, sowie auch mit den Krankheiten der Geschlechtsorgane des Mannes. Umgangssprachlich wird die Urologie auch als “Männermedizin” bezeichnet. Allerdings versteht man unter urologischen Erkrankungen mehr als nur die Probleme der Prostata und der männlichen Geschlechtsorgane. Die Urologie schließt die Harnwege mit den Nieren und Nebennieren mit ein. Nierensteine, Nebennierentumoren, eine Harninkontinenz oder Harnweginfektionen sind an sich geschlechtsneutrale Erkrankungen und sind ein wichtiger Bestandteil der Urologie.
Die Andrologie wird auch als Männerheilkunde bezeichnet. Sie umfasst die Bereiche der Medizin und der Naturwissenschaften, die sich mit den Fortpflanzungsfunktionen des Mannes unter physiologischen (normalen) und pathologischen (krankhaften) Bedingungen auseinandersetzen.
Die Sexualmedizin befasst sich mit der Sexualität des Menschen, ihren Störungen und deren Behandlung. Sexualmedizin bezeichnet somit nicht einen eigenen Zweig der Medizin, sondern streift alle Bereiche, welche sich auf die Sexualität beziehen. Es werden sowohl körperliche als auch seelische Ursachen berücksichtigt und bei Diagnostik und Therapie wird die Paardimension mit einbezogen.
Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, ist ein annähernd kastaniengroßes Drüsenorgan, welches in seiner Form einem halbierten Apfel gleicht. In der Prostata wird ein Teil der Samenflüssigkeit produziert, die bei der Ejakulation ausgestoßen wird. Das Sekret enthält zahlreiche Enzyme, die die Spermien für die Befruchtung benötigen. Es fördert die Beweglichkeit und die Befruchtungsfähigkeit der Samenzellen. Beim Samenerguss bildet dieses Sekret den größten Teil der Flüssigkeit. Ebenso sorgt die Prostata zusammen mit dem Blasenschließmuskel dafür, dass das Sperma durch die Harnröhre über den Penis nach außen befördert wird und nicht in die Blase fließt. Durch ihren ventilartigen Verschluss verhindert sie umgekehrt, dass beim Wasserlassen Urin in die Samenwege gelangen kann.
Die Benigne Prostatahyperplasie (BPH) bezeichnet eine gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostata) durch Vermehrung ansonsten unauffälliger Zellen. Am häufigsten betroffen sind Männer im mittleren bis höheren Lebensalter. Typische Beschwerden sind zunehmende Probleme beim Wasserlassen (Miktion), vermehrtes, nächtliches Wasserlassen (Nykturie), Harnverhalt (Unfähigkeit, die Blase zu entleeren), ein abgeschwächter Harnstrahl und Restharnbildung. In unserer Praxis können wir die BPH sicher diagnostizieren. Als erstes erfolgt eine rektale Untersuchung, hierbei wird die Prostata über den Mastdarm abgetastet. Des Weiteren kann eine Ultraschalluntersuchung durchführt werden, sowie der Restharn und der Harnstrahl gemessen werden. Wichtig bei der Diagnose ist die Abgrenzung zum Prostatakrebs. Zu diesem Zweck kann der PSA-Wert (prostataspezifisches Antigen) aus dem Blut bestimmt werden und evtl. bei einer Biopsie eine Gewebeprobe zur histologischen Untersuchung entnommen werden.

Für die Behandlung der BPH gibt es mehrere Möglichkeiten. Wir beraten Sie gerne ausführlich bei uns in der Praxis.

Der Prostatakrebs (Prostatakarzinom) ist eine bösartige Tumorerkrankung, die vom Drüsengewebe der Prostata ausgeht. Sie gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen beim Mann und in Deutschland sterben etwa 3 von 100 Männern an Prostatakrebs. Die Erkrankung ist im Frühstadium symptomlos, erst im Stadium der fortgeschrittenen Erkrankung kommt es zu Beschwerden. Durch regelmäßige Früherkennungs-Untersuchungen kann der Krebs frühzeitig entdeckt und erfolgreich behandelt werden. Wenn sich bei einer Tastuntersuchung der Verdacht auf ein Prostatakarzinom ergeben hat, wird mittels einer Biopsie eine Gewebeprobe entnommen, um den möglichen Befund zu bestätigen.

Um Prostatakrebs zu behandeln gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten, die sich nach der Art und Ausprägung des Tumors, aber auch nach den individuellen Bedürfnissen des Betroffenen richten:
Im frühen Stadium kann eine operative Entfernung des Tumors und Bestrahlung erfolgen. Solange noch keine Metastasen (Streuung des Tumors in andere Organe) vorliegen und der Tumor auf die Prostata begrenzt ist, bestehen gute Heilungschancen.
Bei einem Drittel aller Fälle hat zum Zeitpunkt der Diagnosestellung der Tumor bereits Metastasen gebildet. Ab diesem Zeitpunkt gilt der Prostatakrebs nicht mehr als heilbar, aber er ist dennoch behandelbar. Durch Strahlen-, Chemo- oder Hormontherapie kann die weitere Ausbreitung des Krebses verzögert werden.

Wichtig ist es, ab dem 40 – 45. Lebensjahr regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen durchführen zu lassen, um eine bösartige Erkrankung frühzeitig zu erkennen und erfolgreich behandeln zu können. In unsrer Praxis bekommen Sie unkompliziert einen Termin zur Vorsorge und wir beraten Sie natürlich ausführlich rund um das Thema Prostatakrebs.