Prostata

Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, ist ein annähernd kastaniengroßes Drüsenorgan, welches in seiner Form einem halbierten Apfel gleicht und etwa 20g schwer ist. Sie ist lokalisiert unterhalb der Harnblase und vor dem Enddarm. Durch Erkrankungen und Normvarianten bestehen erhebliche Unterschiede in Größe und Gewicht. An der Basis der Prostata liegen die Samenblasen. Der prostatische Anteil der Harnröhre zieht durch die Prostata, dort münden auch die Ausführungsgänge der Prostatadrüsen und die paarigen Samenleiter.

In der Prostata wird ein Teil der Samenflüssigkeit produziert, die bei der Ejakulation ausgestoßen wird. Das Sekret enthält zahlreiche Enzyme, die die Spermien für die Befruchtung benötigen. Es fördert die Beweglichkeit und die Befruchtungsfähigkeit der Samenzellen. Beim Samenerguss bildet dieses Sekret den größten Teil der Flüssigkeit. Beim Samenerguss sorgt die Prostata zusammen mit dem Blasenschließmuskel dafür, dass das Sperma durch die Harnröhre über den Penis nach außen befördert wird und nicht in die Blase fließt. Durch ihren ventilartigen Verschluss verhindert sie umgekehrt, dass beim Wasserlassen Urin in die Samenwege gelangen kann.

Zur Untersuchung der Prostata stehen uns viele Untersuchungsmethoden zu Verfügung. Die gängigste und einfachste ist immer noch die rektale Untersuchung, hierbei wird die Prostata über den Mastdarm abgetastet und Veränderungen können schnell festgestellt werden. Des Weiteren kann eine Ultraschalluntersuchung durchführt werden, sowie eine Magnetresonanztomographie (MRT) und Computertomographie (CT) zur genaueren Abklärung. Wichtig ist die Abgrenzung von gutartigen Vergrößerungen der Prostata zum Prostatakrebs. Zu diesem Zweck kann der PSA-Wert (prostataspezifisches Antigen) aus dem Blut bestimmt werden und evtl. bei einer Biopsie eine Gewebeprobe zur histologischen Untersuchung entnommen werden.


In unserer Praxis behandeln wir die akuten und chronischen Erkrankungen der Prostata:

  • Die Prostataentzündung (Prostatitis) wird meist durch Bakterien die über Harnröhre in die Prostata gelangen verursacht. Begleitet wird sie häufig von hohem Fieber, starkem und häufigem Harndrang, erschwertem und schmerzhaftem Wasserlassen, Brennen in der Harnröhre und Ausfluss. Ein weiteres Zeichen können Stuhldrang und Schmerzen beim Stuhlgang sein.
  • Die Benigne Prostatahyperplasie (BPH) bezeichnet eine gutartige Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostata) durch Vermehrung ansonsten unauffälliger Zellen. Am häufigsten betroffen sind Männer im mittleren bis höheren Lebensalter. Typische Beschwerden sind zunehmende Probleme beim Wasserlassen (Miktion), vermehrtes, nächtliches Wasserlassen (Nykturie), Harnverhalt (Unfähigkeit, die Blase zu entleeren), ein abgeschwächter Harnstrahl und Restharnbildung.
  • Der Prostatakrebs (Prostatakarzinom) ist eine bösartige Tumorerkrankung, die vom Drüsengewebe der Prostata ausgeht. Sie gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen beim Mann und in Deutschland sterben etwa 3 von 100 Männern an Prostatakrebs. Die Erkrankung ist im Frühstadium symptomlos, erst im Stadium der fortgeschrittenen Erkrankung kommt es zu Beschwerden. Es ist ebenso wie die BPH ein typisches Leiden des höheren Lebensalters.

Ab dem 40. – 45. Lebensjahr empfehlen wir regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen durchführen zu lassen, um eine bösartige Erkrankung frühzeitig zu erkennen und erfolgreich behandeln zu können. In unserer Praxis bekommen Sie unkompliziert einen Termin zur Vorsorge und wir beraten Sie natürlich ausführlich über alle Themen rund um die Prostata.