Präventionsmedizin

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Während sich die kurative Medizin vornehmlich mit der Diagnostik und Therapie von Krankheiten befasst, beschäftigt sich die Präventionsmedizin mit der Erhaltung und Steigerung der körperlichen und geistigen Gesundheit. Dazu gehören Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten sowie Maßnahmen zur Gesundheitsverbesserung bei bestehenden Erkrankungen, aber auch Empfehlungen für einen gesunden Lebensstil. Neben den Standard-Vorsorgeuntersuchungen bieten wir noch folgende Untersuchungen an:

Hormonelles Monitoring –
Syndrom des älter werdenden Mannes

Das bestimmende Sexualhormon des Mannes ist das Testosteron. Fast alle Sexualfunktionen werden durch es beeinflusst. Darüber hinaus ist es beteiligt an Stoffwechsel von Fett- und Zucker, Aufbau von Knochen und Muskeln, und der Blutbildung. Ebenfalls wichtig ist die schützende Funktion von Testosteron auf Herz und Gefäße. Allerdings setzt etwa ab dem 40. Lebensjahr ein deutlicher Testosteron-Schwund ein. Dies kann sich auf verschiedenste Arten zeigen, ohne dass man genau sagen kann, ob das Alter oder ein Hormonmangel für die Symptome verantwortlich ist. Ein erniedrigter Serum-Testosteronwerten muss nicht zwangsläufig behandelt werden, besonders wenn keinerlei Begleitbeschwerden auftreten.

Ein Testosteron-Mangel kann sich auf vielfältige Art bemerkbar machen:

  • Die Libido und erektile Funktion lassen nach.
  • Die Leistungsfähigkeit, kognitive Funktionen und Orientierungsvermögen nehmen ab.
  • Reizbarkeit und Depressivität nehmen zu.
  • Schlafstörungen
  • fehlende Muskelkraft und es lagert sich zunehmend viszerales Fett an
  • die Körperbehaarung wird weniger
  • Osteoporose
  • Blutarmut (Anämie)
  • Erhöhung des Blutzuckers bis hin zum Diabetes

In unserer Praxis bieten wir Ihnen ein hormonelles Monitoring an in dem wir Ihnen eine Übersicht über Ihren aktuellen Hormonstatus geben.  Wir beraten Sie gerne umfassend wie Sie sich die Lebensqualität im Alter erhalten können und wie Sie mit einfachen Maßnahmen präventiv dem Altern entgegenwirken.


Polymorphismusdiagnostik –
Untersuchung genetischer Veranlagungen

Die Polymorphismusdiagnostik wird als die Vorsorgemedizin der Zukunft gesehen. Genetischer Polymorphismus bedeutet, dass jeder kleine genetische Unterschiede im Erbgut aufweist. Eine medizinische Bedeutung erlangt es, wenn diese Unterschiede Risiken für bestimmte Erkrankungen bedingen. Die Bestimmung der Polymorphismen erlaubt eine frühe Prävention, wie sie bisher nicht möglich war. So kann theoretisch Jahrzehnte vor der Entstehung einer Krankheit Risikofaktoren aufgespürt, bewertet und im Anschluss durch gezielte Maßnahmen positiv beeinflusst werden.

Mit Hilfe eines Zellabstrichs der Mundschleimhaut kann auf einem Genchip mit anschließender Fluoreszenzfärbung erkannt werden, welche genetischen Voraussetzungen und Risiken in der DNS vorhanden sind.

Indikationen für eine Polymorphismusdiagnostik sind:

  • Ermittlung des Herz-Kreislauf-Risiko.
  • Feststellung des allgemeines Krebsrisiko, sowie im Speziellen für Prostata- und Brustkrebs.
  • Testung der Entzündungsneigung.
  • Ermittlung der Risiken durch Medikamenteneinnahme ( Pharmakogenetik).
  • Bestimmung des Risikos einer vermehrten Blutgerinnung.
  • Testung auf Osteoporoseneigung
  • Ernährungsberatung nach genetischem Typ (Ernährungsgenetik).

Weitere Informationen finden Sie unter: www.ihregene.de

Bei Interesse Beraten wir Sie gerne ausführlich über die Polymorphismusdiagnostik bei uns in der Praxis.


Krankheitsfrüherkennung aus dem Urin –
Proteomdiagnostik, PCA3-Test

Der Versuch, aus der Analyse des Urins Rückschlüsse auf Krankheiten zu gewinnen, geht bis in die Antike zurück. Die Beurteilung des Harns erfolgte zu dieser Zeit im Wesentlichen mit den Sinnesorganen, wobei aus Geruch, Aussehen und Geschmack Rückschlüsse auf Krankheiten gezogen wurden. Im 19. Jahrhundert wurde die Untersuchung des Urins durch Entwicklung chemischer Untersuchungsmethoden auf eine wissenschaftliche Basis gestellt. Durch Weiterentwicklung dieser Untersuchungen haben wir heute zuverlässiges Verfahren der Harnanalytik an der Hand, die zur Früherkennung zahlreicher krankhafter Zustände geeignet ist. Wir möchten Ihnen zwei Untersuchungsmethoden zur Früherkennung vorstellen.

Wir beraten Sie gerne bei uns in unserer Praxis zu den Themen Proteomdiagnostik und PCA3-Test und klären Sie ausführlich über diese Untersuchungsmethoden auf.

Die Proteomdiagnostik ist ein nicht-invasives Diagnoseverfahren mit dessen Hilfe aus Urin ein Proteom-Muster erstellt werden kann. Hiermit können krankheitsspezifische Veränderungen von Polypeptiden erkannt und als diagnostische Biomarker eingesetzt werden. Die Untersuchungsmethode basiert auf dem Wissen, dass sich krankhafte Veränderungen im menschlichen Körper bereits sehr früh in der Proteinzusammensetzung von Körperflüssigkeiten zeigen. Der Urintest ermöglicht u. a. die Früherkennung von Koronaren Herzerkrankungen, diabetischer Nephropathie, chronischen Nierenerkrankungen und Blasenkrebs sowie das Verifizieren bzw. Absichern eines Anfangsverdachts auf Prostatakrebs nach einem positiven PSA-Test.

Weiterführende Informationen finden Sie unter: www.diapat.de/DiaPat-Diagnostik

PCA3 (nicht zu verwechseln mit dem „PSA“!) ist ein Molekül, das in Krebs-Zellen der Prostata in fast 100-mal höherer Konzentration vorliegt als in normalen Zellen der Prostata. Nach einer Tast-Untersuchung der Prostata werden Prostata-Zellen, inklusive evtl. vorhandener Krebs-Zellen in die Urin freigesetzt. Im Urin können diese Krebszellen dann nachgewiesen werden. Das ist für den Betroffenen schonender als eine Prostata-Biopsie. Die medizinische Zuverlässigkeit dieses Tests wurde in wissenschaftlichen Studien belegt und kann als Entscheidungshilfe für die Durchführung einer Biopsie herangezogen werden kann.

Weiterführende Informationen finden Sie unter: www.labor-limbach.de