Erkrankungen


Die Volkskrankheit Harninkontinenz

Ungewollter Harnverlust bei alltäglichen Verrichtungen wie Heben, Bücken, Hüpfen, Niesen, Husten oder Lachen ist nicht nur lästig, sondern belastet auch die Psyche. Vor allem unter Frauen ist es ein häufig auftretendes Problem. Zirka 10-20% aller Frauen leiden unter Inkontinenz, wobei nicht nur ältere, sondern auch viele junge Frauen, z.B. während oder nach einer Schwangerschaft, betroffen sind.

Weit wenig bekannt ist, dass Harninkontinenz nicht selten auch bei Männern im fortgeschrittenen Lebensalter auftritt. Der Leidensdruck ist für die Betroffenen im Allgemeinen sehr hoch und viele schämen sich, darüber zu sprechen oder gar zum Arzt zu gehen. Meist wird versucht durch verschiedene Strategien das Problem zu vermeiden. So wird z.B. vor einem Theaterbesuch schnell noch einmal die Toilette aufgesucht oder beim Einkaufsbummel als erstes erkundet, wo sich das WC befindet.

Aus Angst davor, es nicht einhalten zu können, gewöhnen sich die Betroffenen mitunter Verhaltensweisen an, die im Laufe der Zeit zum vollständigen Verlust der Kontrolle über die Blasenentleerung führen können. Als Folge daraus steigt die psychische und soziale Belastung weiter an und es kommt zu einem vermehrten Rückzug aus der Gesellschaft. Viele denken, sie müssten sich mit ihrem Leiden abfinden, da es keine Möglichkeiten gäbe, etwas dagegen zu tun.

Harninkontinenz ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern meist ein Symptom für eine zu Grunde liegende Erkrankung der Harnblase oder der Harnröhre. Die Ursachen sind vielfältig und können von uns in der Praxis abgeklärt werden. Sollten Sie zu den Betroffenen zählen, zögern Sie nicht und vereinbaren Sie einen Termin bei uns in der Praxis. Heute stehen uns viele Behandlungsmethoden für die Harninkontinenz zu Verfügung.