Erkrankungen


Die Hydrozele, der Wasserbruch

Eine Hydrozele (Wasserbruch) ist eine gutartige und meist schmerzfreie Veränderung am Hoden, bei der es zu einer Flüssigkeitsansammlung um den Hoden herum innerhalb der inneren Hodenhüllen kommt. Eine Hydrozele bildet sich entweder angeboren (primär), während der embryonalen Entwicklungsphase oder erworben (sekundär), aufgrund von anderen urologischen Ursachen wie durch Entzündungen, Tumoren oder Verletzungen.

Ein typisches Anzeichen für eine Hydrozele ist, ein infolge der Wasseransammlung oft einseitig geschwollener Hoden. Abhängig davon, wo sich der Wasserbruch bildet und wie viel Flüssigkeit sich ansammelt, kann der Umfang der Hodenschwellung unterschiedlich sein. In der Regel sind die mit dem Wasserbruch verbundenen Symptome nur gering ausgeprägt, vor allem im Frühstadium gibt es oft keine Beschwerden. Mit zunehmender Größe der Hydrozele können Schmerzen, Druck- oder Schweregefühl oder eine störende Kosmetik entstehen.

Schon beim Abtasten des Hodens kann oft die Diagnose einer Hydrozele vermutet werden. Durch eine Diaphanoskopie, Durchleuchtung des Hoden im abgedunkelten Raum, lässt sich diese Verdachtsdiagnose erhärten. Um den Wasserbruch endgültig zu diagnostizieren, kommt eine Ultraschalluntersuchung zum Einsatz. Weiterführende Untersuchungen wie die Magnetresonanztomographie sind nur in den seltensten Fällen notwendig. Die Behandlung der Hydrozele erfolgt mittels operativer Freilegung und Entfernung der Flüssigkeitsansammlung. Bei sekundärer Hydrozele sollte vorher die dafür verantwortliche Erkrankung behandelt werden. In unserer Praxis beraten wir Sie gerne ausführlich zur Hydrozele.